Genau das ich habe gestern zum ersten Mal richtig getestet. Fazit: gut, könnte aber mit den richtigen Leuten an der Seite richtig super sein! Nach dem Abendessen traf ich an meinem Hostal eine Horde von Reisenden jeder Couleur, wie der Franzose zu sagen pflegt. Bruno, ein Brasilianer, Stewart, ein Schotte, Yoshi, ein Japaner, Lorena und Andrea aus Uruguay und zwei weitere Chileninnen names Cecilia und Susan laden mich ein, mit Ihnen noch das eine oder
andere Bier trinken zu gehen. Nicht lange überlegt und schon sind wir wieder in das Kneipenviertel Barrio Bellavista und suchten uns ein nettes Lokal. Später trennte sich die Spreu vom Weizen ;-) und nur noch Lorena, Andrea, Bruno und ich suchten die nächstgelegene Diskothek Delphos auf. Ich glaube jede große Stadt braucht unbedingt eine Diskothek, dessen Fassade und Inneneinrichtung denen eines griechischen Tempels gleicht. Der Brüller! Der Eintritt war für die Männer teuer, aber mit einem Freigetränk, die Mädels durfen kostenlos rein. :-( Auf der Tanzfläche war ich mit meinen beachtlichen 1,73m Körpergröße einer der größten und auf jeden Fall der einzige Naturblonde! Sehr witzig. Nach 2,5h Reggaeton, eine Musikrichtung, die sich aufbauend auf Reggae, Dancehall, Hip-Hop, Merengue Hip Hop, lateinamerikanischen Musikrichtungen und Dance-Musik entwickelt hat, war ich ziemlich durchschwitzt und gewillt nach Hause zu gehen. Vor Patagonien wird das Nachtleben leider ohne mich auskommen müssen, weil der Flieger nach Punta Arenas schon morgen Mittag geht, aber I'll come back, bzw. en castellano: Volveré!
Sonntag, 6. Januar 2008
La vida nocturna de Santiago
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rayman
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20:43
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Samstag, 5. Januar 2008
Meine Bleibe von Februar bis März
Gestern Abend habe ich dann die besagte Wohnung besichtigt und mich entschlossen, dort für die Zeit zwischem dem 15. Februar und dem 25. März einzuziehen. Der Besitzer der Wohnung heißt Rodrigo und ist in der Tourismusbranche tätig. Er ist super nett und konnte ein echt luxuriöses Zimmer ergattern. Die Wohnung ist natürlich mit W-Lan ausgestattet und ich habe ein übergroßes Bett, einen großen Tisch und einen Wandschrank. Das Bad teile ich mir mit dem
Besitzer. Neben uns beiden können noch weitere 4 Personen in dieser Wohnung leben. Alle Zimmer sind noch nicht vermietet, aber ich denke, wenn ich wieder aus Patagonien zurückkomme und das Semester wieder begonnen hat, wird die Bude voll sein. Oberstes Gesetz in der WG ist, dass ausschließlich spanisch gesprochen wird. Das kann ja heiter werden :-) Das zweite Bild zeigt den Ausblick aus meinem Fenster auf den Parque Bustamante. Sieht doch ganz nett aus, oder? Das Zimmer kostet monatlich CLP 160.000, was ungefähr 222€ entspricht. Ich denke damit kann man leben. Hasta luego... raimundo.
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rayman
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23:35
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Freitag, 4. Januar 2008
Tag 2
Nach meinem gestrigen, leckeren Lomo con ensalada, also einem Rumpsteak mit Salatbeilage, habe ich lange geschlafen und bin heute erstmal zum Büro von ContactChile gelaufen, um mir eine Bleibe für Mitte Februar bis Ende März zu suchen. Die Leute sprachen teilweise sogar deutsch und waren alle sehr sehr nett. Nach langem Stöbern in deren Datenbank habe ich nun heute Abend um 21h einen Besichtigungstermin ganz in der Nähe meines Hostals am Parque Bustamante.
Nun werde ich gleich wieder mit der Metro zwei Stationen zur Haupteinkaufsstraße fahren, um mir erstmal eine Shorts zu kaufen. Das ist wirklich dringend notwendig. Zwar habe ich noch eine sehr dünne sommerliche Hose, aber bei diesen Temperaturen ist es wirklich kaum auszuhalten :-) nein, nein, ich will mich ja nicht beschweren. Immerhin besser als in Deutschland den Winter zu erleben ;-)
Hasta luego... raimundo.
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rayman
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19:38
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Donnerstag, 3. Januar 2008
Santiago, da bin ich!
Endlich ging es in Paris weiter. Nach 9 Stunden Wartezeit sprangen die Triebwerke der Boing 700-irgendwas an. Der Flieger hatte eine Kapazität von 270 Passagieren. Wahnsinn!!! Das so was wirklich fliegen kann. Gott sei Dank habe ich am Ende meiner Wartezeit noch Aline kennengelernt - eine nette Münchenerin, die ihren Jahresurlaub den chilenischen Landschaften opfert.
Im Flieger wurde es dann weniger amüsant, denn mein Sitznachbar Roberto, ein Italo-Mann mit schlechter Laune, war weder sympathisch noch sehr gesprächig. Daher habe ich mir direkt nach einer kleinen Mahlzeit mein neues Therm-a-rest-Trekkingkissen geschnappt und erstmal 6 Std. gepennt. Danach waren wir gegen ca. 5:30h überm Äquator bei Amazonas-Delta und der Horizont begann sich leuchtend gelb-orange-rot zu färben :-)
Einige Kaltgetränke und Nickerchen später wurde es hell und schließlich mussten nur noch die Anden-Kordilliere überquert werden, um in Santiago zu landen. Perfekte, sanfte Landung ohne einsetzenden Applaus bei ca. 25°C, wobei das Thermometer im Tagesverlauf noch 35°C anzeigte. Nun bekam ich aber Schweißperlen auf der Stirn. Im Flugzeug schon füllten wir Passagiere ein Formular aus, dass den chilenischen Security-Männer versicherte, dass keinerlei Lebensmittel im Gepäck seien. *hehe* ich aber hatte zwei feiste Mettwürste als urmünsterländisches Gastgeschenk dabei. Tja, was nun, aufgeben und konfizieren lassen oder volles Risiko? Wer mich kennt, weiß, Risiko ist mein zweiter Vorname, also den Wisch abgeben, den Rucksack durch die Durchleuchtung und zack... ich sollte ihn aufmachen und ein Chilene entleerte Stück für Stück meinen Rucksack, wobei er insgesamt 4mal fragte, ob ich denn nicht doch Lebensmittel oder im speziellen getrocknetes Fleisch im Rucksack aufbebahren würde. Ich stellte mich dumm (das kann ich gut) und bei der Hälfte des Rucksacks und meinem ratlosen Gesichtsausdruck, gab er auch und ließ mit ein T-Shirt vor der Entdeckung meinen Rucksack wieder befüllen. Tja, da müssen die Chilenen schon früher aufstehen, um mich zu überlisten. Naja, früher aufstehen bei 4 Stunden Zeitverschiebung ist wohl zuviel verlangt ;-)
Gut, dass Herr Rothermel vom Wald-Zentrum mich am Flughafen erwartet und mir die ersten zwei Stunden in dieser unglaublich großen und mir fremden Stadt erleichterte. Vielen Dank nochmal,
falls Sie das hier lesen, Herr Rothermel. Wir sind erstmal zum Hostal und dann noch in die Stadt zum Geldwechseln per Metro gefahren. Mein Hostal ist eine Art PatchWork-Hotel hinsichtlich der Bodenbeläge, aber sonst recht einfach, aber gut. Mein Zimmer ist in etwa groß wie das darin stehende Bett, aber immerhin gibt es hier freien Internet-Zugang, sogar per W-LAN. Das mag ich :-)
Das Bad, bzw. Gemeinschaftsbad ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Beim Klo musste ich heute sogar den Spülkasten aufmachen und darin den Schalter zum Spülen suchen. Hab ihn dann aber doch noch gefunden. Welch ein Glück. Die Rezeption ist super. Dort steht nämlich neben dem Internet-Terminal auch noch ein Billard-Tisch zur freien Verfügung. Also raimundo ganz in seinem Element.
Dann war ich heute noch an der Universidad de Chile, die weit außerhalb vom Zentrum von Santiago liegt. Ist aber im Gegensatz zu meinem Institut in Münster, nichts gegen das Wald-Zentrum ;-), schön mit Bäumen eingefasst und man muss es quasi im Wald suchen gehen. Soweit so gut. Meine Finger sind schon etwas wund, aber werde ich jetzt lieber meine Sachen packen und noch ein bisschen ins Kneipenviertel marschieren und mir was leckeres servieren lassen. Viele Grüße ins weit entfernte Deutschland. Hasta luego... raimundo.
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rayman
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23:33
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Mittwoch, 2. Januar 2008
Flughafen Charles-de-Gaule
Nach einem sehr kurzen, aber durchaus angenehmen Flug sitze ich nun im Flughafen Charles-de-Gaule bei Paris und warte auf meinen Anschlussflug nach Santiago de Chile.
Unglaublich groß ist der Flughafen. Sicherlich ist Düsseldorf nicht der größte Flughafen, aber dieser spielt echt in einer anderen Liga. Nach der ersten Orientierung habe ich mich erstmal danach erkundigt, ob es sich doch noch lohnt, nach Paris reinzufahren. Aber der Flughafen ist, wahrscheinlich dank seiner Größe, nicht gerade in City-Nähe und selbst mit dem Zug dauert es ne ganze Weile, so dass ich mich entschlossen habe, doch hier zu bleiben.
Nach einem kleinen Zwischen-Snack ganz nach französischer Art, Baguette mit leckerem Schinken und Käse, habe ich mir einen Notebook-Arbeitsplatz (Tisch mit Stromanschluss und Mini-Hocker) gesucht und habe mich niedergelassen. Das wird meine Basisstation für die nächsten Stunden. Dank einer soeben gekauften Wifi-Pre-paid-Karte kann ich auch 60min kabellos ins WWW, so dass ich sogar schon am Flughafen von meiner Flugreise berichten kann. Just in time!
Der zweite Schnappschuss zeigt einen Teil des Bahnhofs hier im Flughafen. Ansonsten ist es hier sehr sauber. Überall Reinigungskräfte, die mir unter den Füßen herwischen :-)
So langsam wirds jetzt hier auch schon dunkel, aber mein Flug nach Chile lässt noch einige Stunden auf sich warten. Gut, mein neu-gebraucht-erworbenes iBook zur Seite zu haben, um die Wartezeit mit iTunes und Photoshop tot zu schlagen. Beim nächsten Eintrag bin ich dann schon in Südamerika. Hasta luego... raimundo.
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rayman
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17:01
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Auf geht's...
So... nun ist alles gepackt und ich werde mich gleich auf den Weg zum Flughafen machen. Um 13:20h geht ja schon der Flug und daher werde ich meine Wahlheimat Münster bereits um 10h verlassen müssen. Ankunft wird morgen, nach einem langen Zwischenstop in Paris, um 9:25h in Santiago de Chile sein.
Kann es eigentlich noch nicht wirklich realisieren, dass ich in einigen Stunden so weit von Deutschland entfernt sein werde. Das ist echt eine neue Erfahrung für mich. Drum bin ich etwas nervös und aufgeregt :-)
Weiteres gibt es dann aus Santiago oder Paris, falls ich dort zu viel Langeweile habe.
Hasta luego... raimundo.
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rayman
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08:02
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Dienstag, 1. Januar 2008
Frohes neues Jahr!!!
Allen Lesern wünsche ich ein frohes neues Jahr. Mein 2008 wird direkt sehr ereignisreich starten und hoffentlich auch so interessant und spannend enden! Das wünsche ich euch allen ebenso!
Hasta luego... raimundo.
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rayman
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11:05
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