Samstag, 26. Januar 2008

Hab ja lange nichts mehr...

... von mir hören lassen. Das liegt einerseits daran, dass ich hier kaum die Möglichkeit habe, ins Internet zu gehen. Und wenns dann doch mal soweit ist, ist es nur kurz oder es sind andere (wichtigere) Dinge zu erledigen. Tut mir Leid, wenn der Blog in letzter Zeit vernachlässigt wurde ;-)



Die wichtigste Info ist eigentlich, dass ich nicht die Diplomarbeit machen werde, für die ich nach Chile geflogen bin. In der Kurzfassung: Nach Begutachtung der Aufnahmeflächen haben sich Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Themas gegeben, so dass ich in einem anderen Projekt "Unterschlupf" finden musste. Im Groben geht es auch noch um die Waldweidenutzung der Wälder in Patagonien, aber die Baumart ist eine andere und die Untersuchungsmethoden sind halt anders. Naja, der Tag war heute lang, so dass ich nicht im Detail alles beschreiben werde. Zumindest die Löks unter den Lesenden können sich vorstellen, was eine kurzfristige Änderung der Diplomarbeit bedeutet. Zumal, da ich direkt 18h Stunden später mit den Aufnahmen der neuen Arbeit anfangen musste. Also wenn mich einer nochmal unflexibel nennen sollte...


Zumindest laufen die Aufnahmen zu meiner neuen Diplomarbeit gut, auch wenns nun verhältnismäßig viel Arbeit ist und ich abends bis spät Biomasse-Proben nach Arten sortieren muss :-( aber ein bisschen Arbeit soll das Diplom ja auch machen. Am Montag oder Dienstag wird dann wohl die Datenerhebung abgeschlossen und ich werde mich auf meine 10-Tages-Wanderung im Nationalpark Torres del Paine vorbereiten. Ein Ein-Mann-Zelt habe ich bereits gekauft, da die Leihgebühr für ein Zelt nur etwas weniger kostet als ein neues. Aber es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten. Am 1. oder 2. Februar solls dann losgehen... Hasta luego... raimundo.

Samstag, 19. Januar 2008

Impressionen

Hier zwei Fotos von einem Ausflug zum Rio Rubens:

Sonntag, 13. Januar 2008

Ein bisschen chaotisch...

Heute sind wir dann das zweite Mal zu meinen Untersuchungsflächen gefahren und haben wieder den ganzen Tag irgendwelche Flächen angeschaut und rumdiskutiert. Die Flächen waren alles andere als irgendwie homogen, so dass man gescheite Aufnahmestandorte abstecken könnte. Nun wurde doch die Aufnahmemethodik optimiert, so dass wir dann mit neuem Plan am Dienstag ans Werk gehen können. Ich bin wirklich sehr
gespannt, was das geben wird. Gerade bin ich ein bisschen unsicher, was die Auswertung der Daten angeht. Aber vielleicht ist das auch normal bei einer Diplomarbeit?! Hasta luego... raimundo.

Freitag, 11. Januar 2008

Río Rubens

Heute sind die Verantwortlich in Argentinien zu einem wissenschaftlichen Treffen gefahren und die Studenten hatten ein wenig Zeit, um die Gegend zu erkunden. Mit den anderen beiden Studenten habe ich dann eine kleine Wanderung zum Fluß Rubens, bzw. zum Río Rubens, unternommen, wobei der Wind so stark war, dass man die Angelrute nicht auspacken musste. Es ist kalt, manchmal sonnig, aber auf jeden Fall windig. Eigentlich immer stürmisch. Das triffst besser!

Nach einer 5 Stunden Wanderung sind wir dann wieder zu unserem Haus angekommen. Ziemlich geschafft und ein bisschen entkräftet saßen wir dann im Aufenthaltsraum, haben Feuer gemacht und ein bisschen ausgespannt. Morgen gehts dann richtig los und wir fangen mit den Aufnahmen an. Hasta luego... raimundo.

Mittwoch, 9. Januar 2008

Jeden Tag: Rindfleisch-Eintopf mit Gemüse

Leider ist die Heißwasserzubereitung defekt, so dass ich morgens immer noch nicht duschen konnte. Das war eine richtige Umstellung für mich, da ich morgens eigentlich immer in die Dusche steige. Nun, das kalte Wasser habe ich nicht am meinen Körper gelassen, so dass es wieder nach einer Katzenwäsche und einem kurzen Frühstück in den Wald ging. Diesmal sahen wir andere Weidefläche und Untersuchungsflächen der letzten Jahre. Weniger interessant für mich, aber da ich den anderen auch bei deren Untersuchungen mithelfen werde, musste ich schon ein bisschen aufpassen.


Zum Abendessen gabs so einen Rindfleisch-Eintopf mit Gemüse. Naja, etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht unbedingt schlecht. D.h. man ist ein bisschen, aber schlägt sich nicht den Bauch voll. Vielleicht garnicht so schlecht.

Abends wurde das Thema meiner Diplomarbeit dann nochmal disktutiert. Irgendwie ist das alles kompliziert als in Deutschland. Die Professoren sind gewöhnt, das Thema, die Aufnahmen und die Methodik komplett selber zu bestimmen. Die Bereitschaft daran etwas zu ändern ist gewohnheitsbedingt wohl eher als geringfügig einzustufen. Naja, nach einer langen Diskussion hat man sich doch irgendwie geeinigt, wobei das ganze nach einer langen Methodendiskussion riecht. Mal schauen, was das gibt! Hasta luego... raimundo.

Dienstag, 8. Januar 2008

Der erste Tag in Monte Alte

Unser Haus ist eigentlich sehr einfach, aber dafür teilweise dann wieder sehr gemütlich und bequem. Es gibt keine Heizung, aber einen Ofen im Flur, der bis jetzt aber nicht genutzt wird, einen Herd mit Holzbefeuerung in einer kleinen Küche und zu guter letzt, eine Feuerstelle im Wohnzimmer, an der man sich abends wunderbar wärmen kann. Ansonsten ist das Haus, wie gesagt, unbeheizt, so dass es einem morgens beim Aufstehen direkt wieder in den warmen Schlafsack zurückzieht. Heute morgen war es so kalt, dass sich selbst auf dem Kopf die Haare aufstellen!!!

Dann sind wir mit ganzer Mannschaft in den Wald gefahren, um zu allererst meine Aufnahmeorte kennenzulernen. Dabei gabs dann direkt schon mal viel Diskussion, weil der Agronomie-Professor und Herr Rothermel Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Themas sahen. Mit mehr oder weniger großen Zweifeln an meinen Untersuchungen sind wir dann zu weiteren Beständen gefahren, um insgesamt einen Eindruck von den Forstflächen von "Monte alto" zu bekommen.



Gegen Nachmittag sind wir dann zum ersten mal nach Puerto Natales gefahren, eine kleine Stadt etwas weiter nördlich von Monte Alto, die als Tor zum weltbekannten Nationalpark "Torres del Paine" bezeichnet wird, den ich gegen Ende meines Aufenthalts in Patagonien auch noch bewandern möchte. Dort haben wir noch Kleinigkeiten erledigt, u.a. Gas für unsere Heißwasserzubereitung kaufen, und ich hatte das erste Mal die Möglichkeit die Internetverbindung zur Außenwelt zu testen. Funktioniert! :-)

Abends in Monte Alto haben die Studenten unter sich noch einige Bierchen verschlungen, bevor, wir dann wieder versucht haben, unsere Schlafsäcke zum Schlafen aufzuwärmen! Hasta luego... raimundo.

Montag, 7. Januar 2008

Abflug ins Nichts...

Heute morgen bin ich früh aufgestanden, damit meine beiden Rucksäcke noch gepackt werden können. Scheinbar ein Wunder, dass alle Sachen, die in meinem kleinen Zimmer im Hostal verstreut waren, wieder fein säuberlich und wohl organisiert verstaut werden können. Pünktlich um 10:20h stand mein Transfer-Bus vor der Tür. Auf zum Flughafen....

Nach diversen Tipps von Einheimischen habe ich mich auf die linke Seite des Flugzeugs setzen lassen, um evtl. den gerade aktiven Vulkan Llaima im Nationalpark Conguillío zu sehen, aber leider zogen sich die Wolken 10min nach dem Abheben zusammen und rein garnichts war mehr zu sehen. :-( Erst als wir wieder etwas an Höhe über der 12. Region Chiles verloren hatten, konnte man die Magallan-Straße und etwas von Patagonien sehen. Dann die Landung.

Etwas allein stand ich am Flughafen. Die durch Herrn Rothermel versprochene Begrüßung war nicht zu sehen, also wartete ich eine Weile und wurde währenddessen stets von aufmerksamen Einheimischen zu einer teuren Busfahrt eingeladen, die ich aber immer mit einem freundlichen "No, gracias!" ablehnte. Dann erkannte ich die Assistentin vom chilenischen Professor Harald Schmidt und ab nun war ich nicht mehr allein, naja, vielleicht sprachlich ein bisschen.

Zuerst fuhren Claudia, die Assistentin, zwei weitere Studenten, Rodrigo und Lisette und ein Professor für Landwirtschaft vom Flughafen gen Punta Arenas, um noch einige Einläufe zu erledigen. Dort gibt es in einem bestimmten Bereich der Stadt eine Zone mit steuerfreien Kaufhäusern. Sehr praktisch :-)

Nach ca. 2 Stunden fahrt sind wir dann in Monte Alto angekommen, dem Gelände der Forstfirma, auf deren Wald-, bzw. Weideflächen die Untersuchungen stattfinden sollen. Beeindruckend direkt der starke Wind in Patagonien. Das was an Wind bei uns nur bei angekündigtem Sturm bläst, ist hier vollkommen normal. Es ist schon ein bisschen komisch, wenn die Sonne scheint, aber einem bis zu 50-70kmh um die Ohren bläst, wobei bei Windstille einem sofort der Schweiß auf der Stirn steht. Hasta luego... raimundo.